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Was braucht man um ein Gewerbe anmelden zu können?

Um eine Gewerbeanmeldung beantragen zu können, muss man zunächst beim Gewerbeamt der Stadt erscheinen. Es kann durchaus sein, dass es vor allem in Großstädten mehrere Ämter gibt, bei der man ein Gewerbe eröffnen kann.

Dann muss man zunächst das zuständige finden. Wenn man dann vor Ort da ist, muss man zunächst eine Bearbeitungsgebühr bezahlen, die rund 20 bis 60 Euro kostet und sich je nach Stadt und Gemeinde unterscheiden. Außerdem sollte man noch folgende Unterlagen dabei haben:

    • einen gültigen Personalausweis oder einen Reisepass,
    • eine Melde Bestätigung oder als Nicht EU Bürger einen Aufenthaltstitel,
    • je nach Art des Gewerbes kann es sein, dass man mehrere Dokumente benötigt, wie zum Beispiel eine Handwerkskarte, einen Eintrag vom Handelsregister, ein Gesundheitszeugnis oder ein polizeiliches Führungszeugnis,
    • als Minderjähriger benötigt man die Erlaubnis der Erziehungsberechtigten,
    • falls man im Handelsregister eingetragen ist, einen Auszug davon,
    • falls man selbst nicht vor Ort erscheinen kann, muss man einer Person eine Vollmacht erteilen. Diese Person muss dann ebenfalls den Personalausweis, sowie eine Melde Bestätigung bei sich haben.

Nachdem man die benötigten Unterlagen vorgezeigt hat, erhält man das sagenumwobene Formular vorgelegt. Dieses ist nur eine Seite lang und kann vor Ort ausgefüllt werden. Auch kann man das Formular Zuhause ausfüllen, doch es empfiehlt sich hier eher, vor Ort alles zu erledigen.

Zum einen deshalb, da man, falls Fragen auftauchen sollten, man den Beamten fragen kann und zum anderen auch, damit man am selben Tag noch den Gewerbeschein in den Händen halten kann.

Die Gewerbeanmeldung dauert in der Regel rund 40 bis 50 Minuten. Beim Formular muss man unter anderem angeben, ob man ein nebenberufliches oder ein hauptberufliches Gewerbe anmelden möchte.

Falls man die Gründung eines hauptberuflichen Gewerbes beantragt, dann tritt der Fall ein, dass man die Krankenversicherung aus der eigenen Tasche aus bezahlt. Nachdem man Gewerbeformular ausgefüllt hat, wird dieses unterschrieben, gestempelt und kopiert.

Die Kopie erhält der Gewerbetreibende, welches dann von da an als Gewerbeschein fungiert. Dieser Schein erlaubt es einem Gründer noch nicht, mit dem Gewerbe Gewinne zu erwirtschaften, das darf man erst nach der Anmeldung beim Finanzamt.

Wer sich bis hierhin fragt, ob er den Part mit dem Kleingewerbe anmelden verpasst haben, den kann ich beruhigen: ein Kleingewerbe anmelden tut man nicht bei dem Gewerbeamt, sondern beim Amt der Finanzen.

In der Regel muss ein Gewerbetreibender nicht selbst bei dem Amt der Finanzen vorstellig werden, sondern vielmehr informiert das Gewerbeamt die anderen Behörden. Dazu gehören neben dem Finanzamt auch die Berufsgenossenschaften und die Ihk oder hwk.

Was ist der Unterschied zwischen einem normalen und einem kleinen Gewerbeschein?

Es gibt keinen Unterschied zwischen diesen beiden Formularen, denn einen Kleingewerbeschein gibt es nicht einmal. Dies ist ein Mythos der weit verbreitet ist und genau so unwahr ist wie der Weihnachtsmann selbst. Leute, die die Kleinunternehmerregelung in Anspruch genommen haben, werden als Kleingewerbetreibende beschrieben.

Da es bei dem Gewerbeamt nicht die Option Kleingewerbe zum ankreuzen gibt, denken viele Leute, das hierfür ein besonders Formular benötigt wird. Vielmehr findet aber die Kleingewerbe Anmeldung erst dann statt, wenn man auf dem Fragebogen zur steuerlichen Erfassung die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nimmt. Viele nehmen dann an, dass dieser Fragebogen ein anderes Formular ist. Doch dem ist nicht so.

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